Fachabitur – Vorstellung vs. (harte) Realität

Hallo meine Lieben!

Da ein paar von euch an meinen Erfahrungen mit der FOS und dem Fachabitur interessiert waren, dachte ich, packe ich das ganze Thema mal an und erkläre euch etwas über meine Fachoberschule, meine letzten zwei Jahre und meine (2 von insgesamt 3) Abschlussprüfungen.

Fachoberschule – Was ist das überhaupt?

Eine FOS, oder auch Fachoberschule genannt, ist eine Schule, auf welcher man sein Abitur nachholen/machen kann, wenn man nicht auf ein Gymnasium will oder mehr Praxis haben möchte. Dafür habe ich als Erstes meine Mittlere Reife gemacht und brauchte insgesamt 10 Notenpunkte in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch (also zum Beispiel Mathematik 3, Deutsch 3 und Englisch 2 = 8, waren zufälligerweise auch meine Ergebnisse). Man hat also die benötigten Notenpunkte, meldet sich an, bekommt die Bestätigung – soweit so gut.

Aber, auf einer Fachoberschule ist natürlich einiges anders, als bei einem Gymnasium.

  1. Man muss einen Zweig wählen und keine bestimmten Fächer (die man abwählen kann oder sonstiges). Bei mir gab es Technik, Wirtschaft und Sozial. Bei anderen Schulen gibt es teilweise auch Gestaltung, Gesundheitswesen oder auch Agrarwirtschaft.
  2. Man muss ein Praktikum absolvieren. Eigentlich sogar zwei. Bei mir im Sozialwesen war es ein Pflegepraktikum (mit 2-wöchigem Pflegekurs + anschließendem Test, der bestanden werden muss) und ein Erziehungspraktikum. Falls ihr zu meinen Praktikaerfahrungen mehr wissen wollt, lasst es mich wissen. Für jedes Praktikum muss man auch 2x im Halbjahr ein Portfolio erstellen, welches benotet wird.
  3. Du kannst wegen jedem Schrott fliegen oder musst die Klasse wiederholen (kein Witz). Hast du deine Praktikabewertung am Ende des Jahres nicht bestanden, darfst du nicht in die 12. Hast du zum ersten Halbjahresende in der 11. zwei 5er im Zeugnis darfst du nicht weitermachen. (Gilt natürlich standardmäßig auch am Ende des Schuljahres). In der 12. hat man es ein bisschen leichter aber in der 13. (ich denke mal gleich wie beim Gymnasium) beim nicht bestandenen Seminar (also 0p) hat man die 13. nicht geschafft.
  4. Man macht 2 mal seinen Abschluss sozusagen (ich sogar dreimal, wenn man die Realschulzeit mitrechnet). Der erste Abschluss ist in der 12. mit dem Fachabitur, welches ich schon hinter mir hab. Der zweite ist in der 13. Klasse, wobei man hier zwei Möglichkeiten hat. Einmal das fachgebundene Abitur ohne 2. Fremdsprache und das Allgemeine Abitur mit 2. Fremdsprache. Deswegen mache ich auch Spanisch.

So mir würden bestimmte noch ein paar Punkte einfallen aber ich denke die reichen erstmal um euch einen groben Einblick zu bieten.

 

Auf der FOS ist alles viel leichter! NEIN.

Viele Leute denken die FOS ist einfach und ein Abitur auf dem Gymnasium ist viel schwerer. Dazu muss ich sagen ich war nicht auf einem Gymnasium, aber die FOS ist alles andere als leicht. Wenn du auf der Realschule einen Schnitt von 1,5 hattest, wirst du dich auf der FOS erstmal ordentlich verschlechtern. Denn den ganzen Stoff, den du in – sagen wir mal – 4 Jahren auf dem Gymnasium lernst, wird dir hier in 2 Jahren beigebracht und vergesst nicht, dass ihr in der 11. Klasse nur jede 2. Woche die Schule besucht. Dadurch ist das Pensum an gelerntem Stoff innerhalb 2 Jahren ziemlich hoch. Die Themen werden nur kurz angesprochen und kaum fängt man mit einem Thema an, ist es auch schon vorbei und man beginnt mit einem Neuem. Vor allem wenn man Spanisch oder eine andere Fremdsprache lernt – um das Allgemeines Abitur zu bekommen. Unsere Lehrerin meinte wir sollten es schaffen auf ein B1-B2 Level zu kommen, und das innerhalb der 12. und 13. Klasse. Da wird schon ordentlich reingehauen. Zusätzlich kam bei mir dazu, dass ich Spanisch zu ziemlich ungelegenen Zeiten hatte. Dienstag mit 7+8 Stunde war noch ok, aber am Freitag hatten wir bis zur 6. Stunde den normalen Unterricht und danach 2 Freistunden, um danach in der 9+10 Stunde Spanisch zu haben. Dadurch geht viel Zeit verloren – heim fahren konnte ich nicht, denn mit dem Auto brauche ich 20 Minuten nach Hause und dementsprechend auch wieder hoch, folglich ist das schon mal nicht umsetzbar. Man kann natürlich auch in der Schule lernen, aber wer nimmt schon seine ganzen Bücher, Materialien für Fächer mit, die man an dem Tag nicht hat, nur um für die kommende Schulaufgabe zu lernen? Richtig! Die wenigsten. Natürlich wird das Abitur hier noch schwieriger, wenn man – wie vorher erwähnt – nicht seine Fächer wählen kann, in denen man gut ist. Man hat die Fächer die die Schule vorschreibt und kann nichts dran ändern (außer, dass man Spanisch dazu wählen kann). Natürlich möchte ich hier nicht bestreiten, dass es auf einem Gymnasium mega leicht ist aber man sollte sich mit den Aussagen „Jeder Idiot kann auf einer FOS sein Abi machen“ oder „FOS ist mega leicht, da muss man sich gar nicht anstrengen“ einfach ein bisschen zurückhalten, denn wir müssen mindestens genauso viel Arbeit in unsere schulischen Leistungen stecken, wie die Gymnasiasten. Man muss aber bedenken, jeder Schüler lernt anders. Klar gibt es bei mir auch so Spitzenkandidaten, die nicht viel lernen müssen und trotzdem ständig 15-13 Punkte schreiben, aber der Großteil strengt sich wirklich an. Natürlich, viele Schüler die auf der FOS sind kommen von der Realschule, aber es kommen auch einige nach der 10. am Gymnasium zur FOS und machen den Fehler mit Wirtschaft. Ich hätte Glück gehabt, hätte ich den Zweig gewählt, da ich meinen Abschluss in BWR schon hab und man auf der FOS komplett neu anfängt (logischerweise, kennen sich die vom Gymnasium da ja meist wenig mit aus). Dadurch wird es für sie aber sehr schwer, da sie Stoff zum Lernen haben – in 2 Jahren – den wir in der Realschule in 4 Jahren durchgemacht haben und es kommt ja letztendlich sogar noch mehr hinzu als ich hatte. Ich hoffe ich konnte einigen jetzt einen Einblick in die FOS vermitteln und das man das Ganze nicht auf die leichte Schulter nehmen soll. Lernen muss man auf jeder Schule.

 

Meine 2. Abschlussprüfungen

Ja was meine ich denn damit? 2 von 3 geschrieben? Damit meine ich die allgemeinen Prüfungen, die ich schon hinter mir habe. Die ersten habe ich in der Realschule hinter mich gebracht. Die zweiten dieses Jahr für das Fachabitur. Nächstes Jahr kommt dann das Allgemeine Abitur dran und dann bin ich endlich fertig – zumindest mit Schule. Zu den einzelnen Prüfungen werde ich jetzt nicht viel schreiben, weil viel anfangen könnt ihr damit nicht – es ist ja schon vorbei. Außerdem habe ich auf Instagram für jede Abschlussprüfung einen kleinen Post verfasst, wie es mir ging. Was ich euch aber erzähle ist:

  • Wann sollte man am Besten anfangen?
  • Wie habe ich gelernt?
  • Hat meine Lernmethode funktioniert?

Zum Ersten: Ab Beginn der 11. Klasse. Leute wenn ihr euch dazu entscheidet auf die FOS zu gehen, dann versucht einfach mal – wenn es in der vorherigen Schule nicht geklappt hat – einen Neustart. Selbst in Mathematik wird zunächst vieles von Gleichungen wiederholt und man versteht die Themen (12. Klasse) danach mit Sicherheit leichter, wenn man von Anfang an mitmacht. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich. Ich hab die Schule nicht wirklich ernst genommen in der 11. Klasse, obwohl ich schon lange wusste, dass ich Medizin studieren möchte, aber jetzt in der 12. Klasse habe ich gemerkt was das für ein Fehler war. Ich kam nicht mehr mit – vor allem nicht in Mathematik – und habe überwiegend schlechte Noten geschrieben. In die 13. Klasse bin ich jetzt mit 88 Punkten von 85 benötigten reingekommen, also ziemlich knapp. Ich persönlich habe mir jetzt vorgenommen in den Ferien, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, den gesamten Stoff aufzuarbeiten und zu wiederholen. Dies bezüglich erstelle ich momentan auch einen Lernplan der die gesamten Ferien bedeckt, mir aber noch Freizeit und Zeit für das Seminar lässt.

Wie habe ich mich vorbereitet? Ja ganz ehrlich? Nicht wirklich viel, was rückblickend der größte Fehler meines Lebens war. Ich möchte hier jetzt auch niemandem was vorlügen und sagen: „Ist nicht meine Schuld ich habe genug dafür gemacht!“, denn so war es schließlich nicht. Naja für Pädagogik/Psychologie und Deutsch zumindest. Bei beiden hab ich nicht viel gelernt – und ich weiß selbst nicht mal wieso! Ich hab in Deutsch teilweise nichts vorbereitet, weil ich dachte es kommt auf den Text an. Das einzige was ich dort gelernt habe, waren rhetorische Mittel. Pädagogik und Psychologie habe ich mir die Themen angeschaut, aber einfach nicht genug und das weiß ich auch selbst – ich brauche mich also nicht über meinen „Blackout“ wundern. In Englisch habe ich 2-3 alte Abschlussprüfungen gemacht (10 Punkte sind rausgekommen) und in Mathe hab ich wirklich ziemlich viel gemacht, aber da hab ich einfach nichts verstanden. Der Zusammenhang der Aufgaben war für mich einfach unergründlich. Zumindest hab ich daraus gelernt: Nächstes Jahr wird das Ganze sehr viel anders ablaufen – dass könnt ihr mir glauben.

Ja meine Lernmethode war (zumindest Mathe und Englisch) einfach Abschlussprüfungen aus den Vorjahren zu machen. Außerdem hat uns unser Mathematiklehrer einiges an Stoff zusätzlich gegeben, damit wir genug üben konnten. Geübt hab ich – wie oben schon angesprochen – in Mathematik wirklich viel und einzelne Aufgaben habe ich auch immer ganz gut verstanden, aber in der Abschlussprüfung war ich einfach ein bisschen überfordert. Ich habe wie gesagt nur Einzelaufgaben verstanden aber ganze „Aufgabenblöcke“ waren einfach schwer für mich. Ich möchte hier aber auch nicht versuchen meine Fehler schön zu reden, demnächst werde ich einfach mein Bestes geben, meine Strategie ändern – genug Lernmethoden kenne ich ja schon –  und auch meine Denkweise ein bisschen verändern.

 

Das war es dann auch schon wieder!

Ich hoffe der Post hat euch gefallen. Falls ihr separate Einträge von den Praktika haben wollte, gebt einfach Bescheid (hier oder auf Instagram)

Damit verabschiede ich mich und bis zum nächsten Mal!

 

 

 

 

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Lern- und Studiertechniken

Oft sitzen wir vor unserem Lernstoff in Biologie, Chemie oder Physik und stellen uns eine Frage: „Wie soll ich mir das alles bloß merken?“. Menschen, die Gelerntes schlecht behalten oder nicht abrufen können haben dann oft einige Probleme in Prüfungssituationen. Das kommt aber nicht von einem geringen Fassungsvermögen des Gedächtnisses, sondern eher davon, dass viele Menschen ihr Gedächtnis nicht optimal nutzen, da sie über zu wenige Lerntechniken verfügen. Da ich schon einige Fragen bekommen habe, zu dem Thema „Wie lerne ich?“, dachte ich mir es bringt nicht viel, wenn ich euch sage wie ich lerne, da jeder Mensch anders am Besten lernt. Vielmehr gebe ich euch Tipps und stelle euch Techniken vor, wie man lernen kann und dann kann jeder selber entscheiden, ob er/sie eine davon ausprobieren möchte oder nicht.

 

Speedreeding

Speedreeding ist im Grunde genommen keine Technik – vielmehr ist es ein Werkzeug, bei dem das Zeitersparnis an erster Stelle steht. Aber wie geht das?

Eigentlich ist es recht einfach, benötigt aber Übung um es fließend zu können. Hier ein paar Tipps, die es erleichtern:

1) Texte überfliegen

Selbst schwierige Texte sollte man anfangs nur grob lesen. Hat man den Text überflogen, weiß man schon um was es in dem Artikel, … geht. Danach benutzen wir unsere Operationswerkzeuge – wie Textmarker, Lineal – und analysieren das Geschrieben genauer

2) Lesezeiten setzen

Wer sich eine gewisse Lesezeit setzt – zum Beispiel für ein Kapitel in einem Buch 20 Minuten – zwingt sich selbst dazu schneller zu lesen, außerdem hilft es bei der Konzentration auf den Text, wenn man weiß, dass man nur eine kurze Zeit dafür zur Verfügung hat.

3) Zurückspringen und Wiederholen vermeiden

Oft versteht man nicht sofort was ein Autor mit einer gewissen Textpassage sagen möchte und liest den Satz noch mal. Aber es ist manchmal nicht sinnvoll, bei jedem – für uns – unlogischen Satz zurückzuspringen und ihn nochmal zu lesen. Meistens ergibt es nur durch die nachfolgenden Sätze einen Sinn oder wir verstehen es beim genaueren analysieren.

4) Über einen komplexen Wortschatz verfügen

Wer Fachtexte liest, versteht oft die benutzen Fachwörter nicht und somit den Text nicht. Das Nachschlagen im Duden beansprucht aber teilweise sehr viel Zeit, je nachdem wie viel man nicht weiß. Durch einen vielseitigen Wortschatz, ist es viel leichter fachgebundene Texte (z.B. Sozialkunde) zu verstehen. Da wir alle manchmal ein oder zwei Worte nich verstehen, empfehle ich alle unklaren Begriffe auf einen Zettel zu schreiben und sie nach dem Lesen (wenn man Zeit hat) nachzuschlagen und auch aufzuschreiben.

5) Text hinterfragen

Es ist nicht nur hilfreich den Text zu lesen und wichtige Passagen zu markieren. Man sollte auch Fragen zum Text stellen. Textstellen die unklar waren anstreichen, Bemerkungen hinzuschreiben und den Text zu strukturieren hilft dabei ihn intensiv zu bearbeiten.

 

Pro:

  • Spart Zeit (die man zum eigentlichen Lernen gut gebrauchen kann)
  • Texte können schneller erfasst werden
  • Bestimmt auch ein gutes Gehirntraining

Contra:

  • Um es flüssig zu können, muss viel geübt werden

 

Eigene Skripte

Jeder kennt sie – die schönen Lernzettel. Oftmals haben wir mehrere Quellen für ein Themengebiet (Arbeitsblätter, Bücher, Internetseiten) und überall stehen wichtige Informationen. Der beste Weg alle wichtigen Infos auf einem Blick zu haben – ohne dabei zehn Blätter, ein Buch und den Laptop neben sich zu haben, sind eigene Skripte. Man fasst hierbei einfach alles zusammen was einem wichtig erscheint und lernt dabei auch noch gleich mit. Durch das Aufschreiben (egal ob per Hand oder mit Tastatur) wiederholen wir den Stoff im Gedächtnis und merken uns grob einen kleinen Teil davon, was sicherlich kein Nachteil ist.

Trotzdem sollte man ein paar Dinge beachten:

1) Die Zusammenfassung sollte übersichtlich und knapp sein, also am Besten ist es, nicht jedes Detail aufzuschreiben, sondern wirklich nur das Wichtigste

2) Inhaltlich sollte es sinnvoll aufgebaut sein (z.B. in Geschichte: Jahreszahlen in chronologischer Reihenfolge)

3) Kernaussagen und Schlüsselwörter mit einem Textmarker hervorheben

4) Zum anderen können auch Graphiken oder Statistiken nützlich sein um es noch einmal zu veranschaulichen.

 

Pro:

  • Man kann es selbst gestalten, wie es für einen am Besten ist
  • Man wiederholt den Stoff gleich beim Aufschreiben und prägt ihn etwas ein

Contra:

  • Oft ein großer Zeitaufwand

 

Karteikarten

Ich denke dazu muss ich nicht viel sagen. Jeder weiß, dass es vor allem bei Vokabeln die weitverbreitetste Lernmöglichkeit darstellt. Man schreibt auf die eine Seite die Vokabel, den Begriff, die Jahreszahl und auf die Rückseite die Übersetzung, die Erklärung oder das Geschehene. Sehr nützlich ist es, eine Box zu haben in der ihr die Karteikarten aufteilt in: Kann ich und kann ich nicht.

 

Mind-Mapping

Mind-Mapping kennt jeder. Sie gehört zu den Visualisierungstechniken und ist eine Möglichkeit den Inhalt des Lernstoffes „sichtbar“ zu machen. Man schreibt einen Begriff in die Mitte und die Sachen die einem dazu einfallen schreibt man daneben und verbindet sie alle schön miteinander.

Ein paar Tipps und Tricks für eine gute Mind-Map habe ich natürlich auch noch:

1) Ein ausreichend großes Blatt besorgen (nicht liniert und auch nicht kariert), damit man genug Platz hat

2) Das Papier am besten quer hinlegen

3) Den Zentralbegriff in die Mitte schreiben (man glaubt es nicht, aber es gibt wirklich ein paar die es nicht machen)

4) Wenn man will noch ein paar Bilder zeichnen (zum Veranschaulichen)

5) Nicht nur einen Hauptast sondern mehrere (also das Thema in Kapitel unterteilen)

6) Schlüsselwörter, Codes, Pfeile, Rahmen – alles ist erlaubt und das Wichtigste:

7) Macht es schön und habt Spaß!

 

Pro:

  • Sehr flexibel (man kann immer wieder was hinzufügen)
  • Regt die Kreativität an
  • Das Gehirn wird dabei optimal genutzt (wegen Bild und Text à beide Gehirnhälften lernen)
  • Selbst wenn man nicht kreativ ist und nicht so ganz weiß wie man es am Besten macht, es gibt einige Programme die das übernehmen

Coggle

MindMeister

Simple Mind (App)

 

Paretoprinzip

Das Paretoprinzip. Was ist das? Ganz einfach: Die 80-zu-20-Regel. Hier ist es wichtig 80% der Arbeit mit 20% des Gesamtaufwandes zu bekommen und die restlichen 20% Arbeit mit 80% des Gesamtaufwandes. Natürlich ist das 1:1 nicht machbar, aber wenn man ungefähr zu diesem Prozentsatz seine Referate, Arbeiten erledigt ist es ein guter Start. Wie man das Ganze umsetzt ist hier jedem selbst überlassen. Meistens wenden wir das Paretoprinzip aber schon an ohne es zu merken.

Bildergebnis für paretoprinzip
Quelle

 

Pro:

  • Universell anwendbar
  • Komplett frei in die Umsetzung

 

Grundfallmethode

Bei der Grundfallmethode geht es darum das Gelernte nun anzuwenden.  Aber Achtung: Die Grundfallmethode ist keine allgemeingültige Lerntechnik. Diese Technik ist – für mich persönlich – besonders in Mathematik sehr nützlich. Um es ganz einfach zu erklären: Man findet für jede Aufgabe den passenden Grundfall. Mathematik, unser aller Liebling. Im Abitur sind die Aufgabenstellungen sehr komplex und manchmal muss man dreimal drüber lesen und versteht es am Ende immer noch nicht. Trotzdem ist jede Aufgabe lösbar und man geht meist gleich vor, also nach einem bestimmten Schema. Man muss sich also nur im Klaren sein, wie man bei welcher Aufgabenstellung vorgeht und die Theorie sollte man auch können. Diese Methode habe ich in den Mathematikstegreifaufgaben genutzt und hatte einmal 11 und sogar einmal 15 Punkte (und sonst bin ich eher so der 5-Punkte-in-Mathematik-Schüler). Am Besten ist es, sich für jeden Fall vorzubereiten um abgesichert zu sein und in der Prüfung nicht erst wertvolle Minuten zu verschwenden, weil man von der Aufgabenstellung noch nie gehört hat.

 

Pro + Contra:  fällt mir leider nichts ein

 

SQ3R-Methode

Diese Methode wird zum Erfassen von Texten verwendet. SQ3R meint eine Reihenfolge (englische Abkürzungen), in der man vorgehen sollte, um den vorliegenden Text zu erfassen und zu verarbeiten.

Survey = Überblick

Zunächst sollte man sich einen Überblick über den gesamten Text verschaffen. Man kann beispielsweise das Inhaltsverzeichnis anschauen oder den Aufbau des Textes. Oft gibt auch die Überschrift Aufschluss darüber, um was es in dem Text geht.

Question = Fragen

Hier sollte man selber Fragen zu dem Text stellen (z. B. zu jedem Abschnitt, Kapitel), da das Formulieren von Fragen gleich unser Gehirn anregt, sich Antworten zu überlegen.

Read = Lesen

Nun wird der Text so richtig gelesen, so dass man ihn auch verstanden hat am Ende. Anders wie beim Speedreading sollten unklare Passagen nochmal gelesen und Fachbegriffe sofort nachgeschlagen werden. Hier kann man auch mit einem Textmarker arbeiten, um Wichtiges hervorzuheben.

Recite = Vortragen

Nach jedem gelesenen Abschnitt, sollte man die letzten Sätze nochmal innerlich wiederholen, um sich die Kernaussagen bewusst zu machen.

Review = Bewertung

Jetzt kann man die in Schritt 2 (Question) gestellten Fragen beantworten – entweder mit dem Text oder idealerweise gleich aus dem Stegreif heraus. Zusätzlich kann man die Fragen und Antworten stichpunktartig oder auch in ganzen Sätzen aufschreiben.

 

Pro:

  • Informationen des Textes gehen durch mehrere Kanäle durch à es bleibt länger im Gedächtnis

Contra:

  • Methode ist aufwendig

 

Mnemotechnik und Loci-Methode

Bei der Mnemotechnik (steht seit dem 19, Jahrhundert für ars memoriae und ars reminiscentiae = dt. Gedächtniskunst) geht es darum, Merkhilfen in Form von Sprüchen, Reimen oder Graphiken zu erschaffen. Jeder von uns kennt bestimmt den Spruch: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“, den wir als Kind zum Planeten merken benutzt haben. Genau das ist das Prinzip für die Mnemotechnik. Die Loci-Methode ist ein kleines bisschen anders. Außerdem ist sie die bekannteste und älteste Mnemotechnik. Hier merkt man sich, zum Beispiel anhand eines Spazierganges den Lernstoff. Klingt merkwürdig ist aber gar nicht mal so dumm. Man bleibt zum Beispiel an markanten Stellen (Bank, Ampel, Museum,…) stehen und verbindet den Platz mit einem Lernbegriff, sodass jeder Begriff letztendlich einen Platz hat (Nützlich ist es auch, wenn man sich einen kleinen Text schreibt, damit man sich die passenden Paare merken kann). Wenn man wieder daheim ist kann man einen kleinen Text verfassen (je ungewöhnlicher, merkwürdiger desto leichter kann man sie sich merken), und sich die Geschichte immer mal wieder durchlesen. Alles was man dafür benötigt ist Vorstellungskraft und viel Fantasie.

Bildergebnis für spongebob fantasie

 

Pro:

  • Macht eine Menge Spaß, sich durch Geschichten den Lernstoff zu merken
  • Übung für die Visualisierung und Training der Fantasie

Contra:

  • Am Anfang vielleicht schwer umzusetzen, wenn man keine richtige Technik hat, aber es gibt im Internet viel Nützliches was euch weiterhelfen kann

 

 

Dass waren alle Lerntechniken, die mir bekannt sind. Falls ihr irgendwelche Fragen habt, stellt sie mir ruhig. Ihr könnt aber auch zu jeder Lerntechnik im Internet tausend Informationen finden. Falls ihr euer Gehirn aber gezielt trainieren wollt habe ich noch einen kleinen Tipp: NEURONATION Hier könnt ihr (leider kostenpflichtig, aber nicht allzu teuer) euer Gehirn trainieren und es verbessern. Man muss natürlich dabei immer am Ball bleiben und etwas Zeit geht dadurch auch flöten aber es hilft wirklich und wird genau auf den Typen abgestimmt.

Das wars dann auch schon wieder. Ich hoffe der Post hat euch gefallen (und vielleicht auch geholfen)

Damit verabschiede ich mich und bis zum nächsten Mal!

~medizinvibes~